Welt-Autismus-Tag
💙𝗪𝗲𝗹𝘁-𝗔𝘂𝘁𝗶𝘀𝗺𝘂𝘀-𝗧𝗮𝗴 – 𝗚𝗲𝗱𝗮𝗻𝗸𝗲𝗻 𝗲𝗶𝗻𝗲𝗿 𝗠𝘂𝘁𝘁𝗲𝗿
Diese Woche war Welt-Autismus-Tag. Für viele vielleicht nur ein Datum im Kalender. Für mich nicht.
Ich bin Mutter eines autistischen Jugendlichen. Die Jahre im Kindergarten und in der Schule waren oft hart – nicht wegen meines Sohnes, sondern wegen einer Welt, die noch viel zu oft intolerant ist. Wegen Kinder, die nicht gelernt haben, andere Kinder zu akzeptieren, wie sie sind. Wegen Lehrer, die keine Hilfe waren, sondern Hindernisse.
Natürlich gab es auch Lichtblicke – engagierte Menschen mit Herz und Verstand. Dafür bin ich dankbar 🤗 Aber heute möchte ich auf etwas anderes aufmerksam machen:
Autistische Menschen sind überall unter uns. Viele arbeiten in unseren Teams – ohne Diagnose, ohne Unterstützung, manchmal auch ohne den Mut, offen damit umzugehen. Warum? Aus Angst, nicht verstanden zu werden. Aus Angst, nicht dazuzugehören.
Ich wünsche mir für unsere Arbeitswelt:
➡️ mehr Offenheit
➡️ mehr Verständnis
➡️ mehr Mut, Unterschiede nicht nur zu tolerieren, sondern zu verstehen und wertzuschätzen.
➡️ Raum für Kommunikation, ohne Scham, ohne Vorurteile.
Was ich als Mutter gelernt habe?
Unsere Kinder werden stark, wenn wir ehrlich mit ihnen sind.
Wenn wir ihnen früh erklären, was Autismus ist – und dass es nichts ist, wofür man sich schämen muss.
Wenn wir ihnen helfen, Worte für das zu finden, was sie fühlen.
Wenn wir ihnen zeigen, dass sie nicht falsch sind – sondern anders richtig.
🎥 Ich habe auch ein kurzes Video erstellt – mit einem Lied, das mich berührt hat. Die Untertitel sind auf Spanisch und Deutsch. Vielleicht spricht es auch euch an.
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